Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die gesetzlichen Krankenkassen streiten über die Folgen neuer Vergütungs- und Terminregeln. KBV-Chef Andreas Gassen warnte am Dienstag, gesetzlich Versicherte müssten künftig länger auf Termine warten.

Er verweist auf Einsparungen in der ambulanten Versorgung und auf feste Kontingente, die Praxen an Terminservicestellen melden sollen. Der Verband der Ersatzkassen widerspricht: Eine verbindlichere Vermittlung nehme keine Behandlungskapazitäten aus dem System.

Eine Praxisangestellte bespricht Termine am Telefon.
Eine Praxisangestellte bespricht Termine am Telefon.

Auch der GKV-Spitzenverband betont, es seien keine Arzttermine gestrichen worden; zurückgenommen worden sei ein Honorarbonus. Damit stehen sich unterschiedliche Bewertungen der Reformfolgen gegenüber. Eine bereits gemessene Verlängerung der Wartezeiten ab 2027 liegt naturgemäß noch nicht vor. Der aktuelle Anlass sind die neuen Warnungen und Gegenpositionen.