Strategische Ölreserven sollen schwere Versorgungsstörungen abfedern. Die Internationale Energieagentur verlangt von ihren Mitgliedsländern grundsätzlich Bestände, die mindestens 90 Tagen der Nettoimporte des Vorjahres entsprechen.
Nettoexporteure sind von dieser Mindestanforderung nicht betroffen. Die Vorräte können Rohöl und bestimmte raffinierte Produkte umfassen. Je nach Land werden sie durch staatliche Stellen, Unternehmen oder eine Kombination daraus gehalten; auch bilaterale Lagervereinbarungen sind möglich.
Die Kennzahl bedeutet nicht automatisch, dass ein Land genau 90 Tage seines gesamten aktuellen Verbrauchs gespeichert hat. Maßgeblich ist eine definierte Importberechnung. Eine Freigabe kann kurzfristig mehr Angebot bereitstellen, ersetzt aber nicht dauerhaft sichere Produktion und Transportwege. Die IEA erläutert die Berechnung auf ihrer Datenseite.
Nachrichtenstand der Quellen: 03.10.2026. Für die Ausgabe vom 4. Oktober 2026 recherchiert. Das Bild ist ein KI-generiertes Symbolbild und dokumentiert kein tatsächliches Ereignis.