Der Soziologe Michael Hartmann sieht weiterhin deutliche Unterschiede bei der Herkunft von Menschen in Spitzenpositionen. In einem Interview mit tagesschau24 erläutert er Befunde zur Repräsentation Ostdeutscher.
Nach der dort besprochenen Studie liegt ihr Anteil über die betrachteten Elitenbereiche bei etwa zwölf Prozent. Die Unterschiede zwischen Wirtschaft, Justiz, Politik und Verwaltung sind erheblich. Ein einzelner Durchschnitt beschreibt deshalb nicht jeden Bereich gleich gut.
Hartmann führt die Lage unter anderem auf die Neubesetzung vieler Positionen nach 1990 und auf über Jahrzehnte gewachsene Auswahlmuster zurück. Er spricht sich für veränderte Besetzungsregeln aus. Das sind die Einschätzungen des interviewten Forschers; dn24 hat kein eigenes Interview geführt. Die Debatte erhält durch den neuen Bericht der Ostbeauftragten zusätzliche Aktualität.
Nachrichtenstand der Quellen: 03.10.2026. Für die Ausgabe vom 4. Oktober 2026 recherchiert. Das Bild ist ein KI-generiertes Symbolbild und dokumentiert kein tatsächliches Ereignis.