Bundesverkehrsminister Steffen Bilger setzt sich für den bundesweiten Einsatz von Kameras gegen Handynutzung am Steuer ein. Das berichtet die tagesschau am Dienstag, 3. November, unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa. In Rheinland-Pfalz wird die sogenannte Monocam-Technik bereits eingesetzt.
Die Systeme erkennen nach der beschriebenen Funktionsweise ein Mobiltelefon im Bereich des Fahrers und eine entsprechende Handhaltung. Die Kamera erfasst mögliche Verstöße; anschließend bewerten geschulte Polizeikräfte die Bilder. Die Technik ersetzt damit nicht die Prüfung durch Menschen.
Bilger verweist auf die Unfallgefahr durch Ablenkung und auf Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz. Für eine einheitliche Anwendung in allen Ländern brauche es eine Regelung im Straßenverkehrsgesetz. Auch die Verkehrsministerkonferenz hatte sich mit dem Thema beschäftigt.
Der Vorstoß bedeutet deshalb noch keinen bereits vollzogenen bundesweiten Start. Ob und wann neue Kameras in weiteren Ländern eingesetzt werden, hängt von den erforderlichen rechtlichen Schritten ab. Der aktuelle Bericht beschreibt die politische Initiative und die dafür vorgesehenen Voraussetzungen.