Die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava haben mit der Tschechischen Agraruniversität Prag Ergebnisse eines dreijährigen Wolfsprojekts vorgestellt. Die Abschlussbilanz wurde am Freitag, 9. Oktober, veröffentlicht.
Für die Untersuchung wurden Spuren, Haare, Losung und Beutereste ausgewertet. Kamerafallen ergänzten die Beobachtung; elf Wölfe auf tschechischer Seite lieferten bis Ende 2025 GPS-Daten.

Die Auswertung zeigt laut Projektteam, dass Wölfe tagsüber eher fern von Straßen und Ortschaften ruhen. Besenderte Rothirsche bewegten sich bei Wolfsanwesenheit weniger und nutzten kleinere Streifgebiete. Tagsüber hielten sie sich häufiger auf offenen Flächen auf.
Die Ergebnisse beziehen sich auf das untersuchte Gebiet und den zurückliegenden Erhebungszeitraum. Sie sind keine tagesaktuelle Bestandszählung. Beide Nationalparkverwaltungen wollen die Entwicklung auch nach Abschluss des Projekts weiter beobachten.