Der Europäische Rechnungshof warnt in seinem neuen Jahresbericht vor einer wachsenden Schuldenlast der Europäischen Union. Die tagesschau berichtet am 8. Oktober, dass die Verbindlichkeiten bis 2027 auf bis zu eine Billion Euro steigen könnten.

Für die Jahre 2028 bis 2034 werden Zinskosten von bis zu 93 Milliarden Euro genannt. Beide Größen beschreiben erwartete Entwicklungen und nicht bereits vollständig angefallene Kosten.

Ein Taschenrechner liegt neben Unterlagen und Eurobanknoten.
Ein Taschenrechner liegt neben Unterlagen und Eurobanknoten.

Bei den zuletzt geprüften jährlichen Ausgaben von 176,3 Milliarden Euro schätzen die Prüfer die Fehlerquote auf 3,8 Prozent. Das entspricht rechnerisch rund 6,7 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Quote bei 3,6 Prozent gelegen.

Gemeint sind etwa Verstöße gegen Vergaberegeln oder Zahlungen für nicht förderfähige Vorhaben. Die Fehlerquote ist keine Betrugsquote und kein Maß für sämtliche verschwendeten Gelder. Der Bericht verbindet die Prüfung bisheriger Ausgaben mit Fragen zur künftigen Finanzierung des EU-Haushalts.