Russland hat in der Nacht zum Samstag und am frühen Morgen erneut die ukrainische Energieversorgung angegriffen. In Kiew und weiteren Landesteilen wurden Stromausfälle gemeldet. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind in der Hauptstadt auch Wasser und Fernwärme betroffen.

Bürgermeister Vitali Klitschko beschrieb die Versorgungslage als äußerst schwierig. Er berichtete von beschädigten Wohnhäusern und einer Brücke über den Dnipro sowie mehreren Verletzten. Die Militärverwaltung meldete außerdem Schäden an einem Kindergarten.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem kombinierten Angriff mit 36 Raketen und mehr als 170 Drohnen. Diese Zahlen stammen von ukrainischer Seite. Zugleich stritten Präsident und Bürgermeister öffentlich über die Vorbereitung der Hauptstadt auf die Heizperiode.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius äußerte sich angesichts der für die kommende Woche geplanten Gespräche skeptisch zu einer schnellen Waffenruhe. Der neue Angriff vom 7. November verschärft die Versorgungslage vor dem Winter.