Bei Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem „Kollektiv Zwickau“ sind am Dienstag, 3. November, fünf Beschuldigte festgenommen worden. Das teilten Staatsanwaltschaft Dresden und Landeskriminalamt Sachsen am Vormittag gemeinsam mit.

Das Verfahren richtet sich gegen zwölf Menschen zwischen 18 und 36 Jahren. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, sich 2022 zu einer kommunistischen Gruppierung zusammengeschlossen und politische Ziele durch Körperverletzungen sowie Sachbeschädigungen verfolgt zu haben. Diese Angaben beschreiben den Verdacht der Ermittler, keine gerichtliche Feststellung.

Durchsucht wurden Wohnungen in Zwickau, Dresden, Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg. Gegen vier Beschuldigte lagen bereits Haftbefehle vor. Ein weiterer Mann wurde nach Behördenangaben vorläufig festgenommen, weil er während einer Durchsuchung einen Polizisten angegriffen haben soll.

Die fünf Festgenommenen sollten noch am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Ein Ergebnis dieser Vorführungen war in der zugrunde liegenden Mitteilung noch nicht enthalten. Die Maßnahmen dauerten zum dort genannten Stand an; für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.