Reza Pahlavi hat am Samstag in der Frankfurter Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung stellvertretend für das iranische Volk entgegengenommen. Der im Exil lebende Sohn des letzten Schahs bezeichnete sich dabei als treuhänderischen Empfänger der Auszeichnung.
In seiner Rede würdigte Pahlavi Menschen im Iran, die sich gegen staatliche Repression und für demokratische Rechte einsetzen. Der Preis gehöre ihnen, sagte er sinngemäß. Seine Kritik richtete sich gegen die Führung der Islamischen Republik.
Frankfurts Bürgermeister Nils Kößler erinnerte an die demokratische Bedeutung der Paulskirche und stellte einen Bezug zum Einsatz der iranischen Protestbewegung her. Die FDP-nahe Stiftung vergibt ihren Freiheitspreis im Zweijahresrhythmus.
Die Verleihung wurde von Kundgebungen begleitet. Pahlavi ist innerhalb der iranischen Opposition umstritten; die Auszeichnung an das iranische Volk ist deshalb nicht mit einer Wahl oder Anerkennung Pahlavis als dessen politischem Vertreter gleichzusetzen.