Hohe Gewinne großer europäischer Ölunternehmen haben die Debatte über eine Sonderabgabe neu angeheizt. Shell, TotalEnergies und Repsol legten nach Angaben des Deutschlandfunks am 29. Oktober Ergebnisse in Milliardenhöhe vor. Gleichzeitig bleiben die hohen Kraftstoffpreise für Verbraucher und Unternehmen eine Belastung.
Shell erzielte von Juli bis September einen Gewinn von umgerechnet mehr als zwölf Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Bei TotalEnergies stieg das Nettoergebnis ebenfalls auf mehr als das Doppelte und erreichte über acht Milliarden Euro. Repsol meldete für die ersten neun Monate fünf Milliarden Euro Nettogewinn.

Die Grünen forderten angesichts der Zahlen erneut eine EU-weite Abgabe auf fossile Profite. Die klimapolitische Sprecherin Lisa Badum verwies auf das Missverhältnis zwischen den Belastungen der Bevölkerung und den Unternehmensergebnissen. Die Forderung ist eine politische Position; eine neue europaweite Abgabe wurde mit diesen Quartalsmeldungen nicht beschlossen.