Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sieht neue Signale für eine Belebung zum Jahresende. Sein am 28. Oktober veröffentlichtes Konjunkturbarometer steigt im Oktober von 95,9 auf 101,5 Punkte. Damit überschreitet der Frühindikator erstmals seit Februar wieder die neutrale Marke von 100 Punkten.
Nach Einschätzung des DIW tragen vor allem die Industrie und staatliche Investitionsimpulse den Anstieg. Produktion und Stimmung hätten sich verbessert, öffentliche Aufträge für Verteidigung und Infrastruktur stützten die Nachfrage. Das Institut erwartet deshalb nach einem schwächeren dritten Quartal wieder mehr Wachstum zum Jahresende.

Von einem breit getragenen Aufschwung spricht das DIW aber ausdrücklich nicht. Hohe Preise und Sorgen um den Arbeitsmarkt dämpften den privaten Konsum, während Unternehmen mit Investitionen zurückhaltend blieben. Energiepreise und Finanzierungskosten seien weitere Risiken. Das Barometer liefert eine aktuelle modellgestützte Einschätzung; es ist noch keine amtliche Messung des Wirtschaftswachstums im Schlussquartal.