Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände sind im vergangenen Jahr um 9,9 Prozent gestiegen. Zum Jahresende 2025 lagen sie bei rund 378,9 Milliarden Euro. Diese Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden am 29. Oktober veröffentlicht und vom Deutschlandfunk sowie ZDFheute berichtet.

Pro Einwohner ergibt sich eine Verschuldung von 4.907 Euro. Die Statistik umfasst mehr als die eigentlichen kommunalen Haushalte: Einbezogen sind auch Extrahaushalte sowie weitere öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen. Diese integrierte Betrachtung soll die kommunalen Verbindlichkeiten umfassender abbilden.

Öffentlicher Spielplatz in einer Wohnstraße.
Öffentlicher Spielplatz in einer Wohnstraße.

Bereits 2024 hatte die Schuldenlast zugenommen, damals um 6,3 Prozent. Der jüngste Anstieg fällt damit stärker aus. Im Ländervergleich weisen Hessens Kommunen mit mehr als 6.760 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf, Brandenburg mit gut 2.730 Euro die niedrigste. Die veröffentlichten Werte beschreiben den Schuldenstand; sie sind keine unmittelbare Aufstellung einzelner Sparbeschlüsse oder kommunaler Gebührenerhöhungen.