Die neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Katharina von Schnurbein, will die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern stärken. Im Deutschlandfunk kündigte sie am 29. Oktober an, zunächst alle 16 Bundesländer zu besuchen und dort ein Netzwerk gegen Antisemitismus aufzubauen.

Für das kommende Jahr plant sie einen Gipfel, der die beteiligten Akteure zusammenbringen soll. Von Schnurbein bezeichnete es als inakzeptabel, dass sich Jüdinnen und Juden in Deutschland nicht mehr sicher fühlten. Antisemitismus müsse wirksam aus dem öffentlichen Raum zurückgedrängt werden.

Mesusa an einem Türrahmen.
Mesusa an einem Türrahmen.

Die 53-jährige Politologin hatte das Amt am 28. Oktober als Nachfolgerin von Felix Klein übernommen. Damit geht es jetzt um ihre ersten konkreten Vorhaben nach dem Amtsantritt. Die Personalentscheidung war bereits zuvor bekannt. Wie das geplante Netzwerk im Einzelnen organisiert und ausgestattet wird, wurde in dem Nachrichtenbericht noch nicht erläutert.