Das neu gewählte Berliner Abgeordnetenhaus hat Hendrikje Klein zur Parlamentspräsidentin gewählt. Bei der konstituierenden Sitzung am 29. Oktober erhielt die Linken-Politikerin 98 von 149 abgegebenen Stimmen. 42 Abgeordnete stimmten gegen sie, neun enthielten sich.

Die 46-Jährige ist die erste Vertreterin ihrer Partei in diesem Amt. Die Linke war aus der Wahl vom 20. September als stärkste Fraktion hervorgegangen und hatte deshalb das Vorschlagsrecht. Klein gehört dem Parlament seit 2016 an. Sie will nach eigenen Angaben Raum für Debatten schaffen und zugleich auf einen angemessenen Umgangston achten.

Transparente Wahlurne auf einem Sitzungstisch.
Transparente Wahlurne auf einem Sitzungstisch.

Zur Vizepräsidentin wurde die bisherige Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld von der CDU gewählt. Der AfD-Kandidat Martin Trefzer erhielt dagegen keine Mehrheit. Einer der Vizepräsidentenposten bleibt damit zunächst offen. Die Wahl der Parlamentsleitung ist von den noch laufenden Fragen zur künftigen Regierungsbildung zu unterscheiden.