Die Vorsitzenden der Linken haben sich in der Debatte um interne Interviewanmerkungen hinter die Berliner Politikerin Elif Eralp gestellt. Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano kritisierten am 29. Oktober gegenüber ZDFheute, dass der Spiegel private Inhalte veröffentlicht habe, die Eralps Familie gefährden könnten.

Nach dem Bericht waren Kommentare aus Eralps Büro bei der Bearbeitung eines Interviews offenbar versehentlich an das Magazin gelangt. Darin äußerte sie Sorgen vor Terrorsympathisanten. Die Parteivorsitzenden erklärten, solche privaten Befürchtungen dürften nicht öffentlich ausgebreitet werden.

Notizblock und Diktiergerät auf einem Schreibtisch.
Notizblock und Diktiergerät auf einem Schreibtisch.

Die Kontroverse fällt in die Diskussion über eine mögliche Regierungszusammenarbeit von Linken, SPD und Grünen in Berlin. Die aktuelle Nachricht betrifft die Reaktion der Parteispitze auf die Veröffentlichung. Sie liefert keinen eigenständigen Nachweis dafür, von welchen konkreten Personen eine Gefahr ausgeht. Namen möglicher Bedroher oder private Einzelheiten der Familie werden deshalb nicht wiedergegeben.