Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat am 29. Oktober Änderungen an der bereits vom Bundestag beschlossenen Notfallreform gefordert. Die ABDA wendet sich gegen Regeln, die eine direkte Abgabe von Arzneimitteln durch Ärzte etwa in integrierten Notfallzentren und ambulanten Notdiensten ermöglichen sollen.

Verbandspräsident Thomas Preis sieht dadurch die zusätzliche Kontrolle durch Apotheker gefährdet. Nach seiner Einschätzung schützt das Zusammenwirken beider Berufe vor Fehlgebrauch, falscher Dosierung und Problemen bei der Einnahme. Zugleich warnt der Verband vor wirtschaftlichen Folgen für Apothekennotdienste. Diese Warnungen sind die Bewertung der Interessenvertretung.

Fachkräfte prüfen gemeinsam eine Medikamentenliste.
Fachkräfte prüfen gemeinsam eine Medikamentenliste.

Der Bundestag hatte das Gesetz bereits am 15. Oktober beschlossen. Neu ist die veröffentlichte Forderung im Vorfeld der weiteren Bundesratsberatungen. Laut ABDA soll sich der Gesundheitsausschuss am 4. November damit befassen; die Abstimmung im Plenum ist für den 20. November vorgesehen. Die Länder sollen nach dem Wunsch des Verbands auf den Erhalt der Apothekenpflicht dringen.