In Berlin haben Linke, Grüne und SPD am Montag, 2. November, die formellen Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Die neue Verhandlungsphase beginnt rund sechs Wochen nach der Abgeordnetenhauswahl. Am Wochenende hatte auch die Linke als letzte der drei Parteien dem Einstieg zugestimmt.
Nach dem Bericht des Deutschlandfunks arbeiten eine zentrale Runde mit Spitzenvertretern und rund zwölf Facharbeitsgruppen an den Vereinbarungen. Die Gespräche dürften mehrere Wochen beanspruchen. Ein Abschluss bis Dezember gilt als möglich, einen verbindlichen Zeitplan gibt es bislang nicht.
Ein ausgehandelter Vertrag würde noch keine automatische Zustimmung der Parteien bedeuten. Bei Linken und SPD sollen die Mitglieder über das Regierungsprogramm entscheiden. Die Grünen planen zunächst ein digitales Meinungsbild; abschließend entscheidet dort ein Parteitag.
Der nun erfolgte Einstieg in die Vertragsverhandlungen ist der neue Schritt nach den vorausgegangenen Gesprächen. Eine neue Landesregierung ist damit noch nicht gebildet.